Vorstellung
 
 

Freie Konzertdramaturgin...?

Gespräche über meinen Beruf werden in der Regel mit der Frage eröffnet, was das denn überhaupt sei, eine Konzertdramaturgin. Dazu im folgenden eine kurze Beschreibung.

Die Entwicklung und Verwirklichung dieses Berufsfeldes hat viel Zeit gekostet. Gut zehn Jahre habe ich zunächst in zwei sehr verschiedenen Bereichen gearbeitet - als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin für Musikwissenschaft an einer deutschen Hochschule und als Programmheftredakteurin bei einem ambitionierten Symphonieorchester.

Beide Tätigkeitsbereiche hatten und haben ihren Reiz: An der Folkwang Hochschule in Essen hatte ich das Glück, über ein so spannendes Thema wie die Emigration europäischer Musiker während des Nazi-Regimes zu arbeiten. Hier war geradezu detektivische Arbeit gefordert, ein Forschungsaufenthalt in New York und die Auseinandersetzung mit einem immer noch brisanten Thema nicht nur deutscher Geschichtsschreibung.

Letztlich haben jedoch meine Jahre bei den Bochumer Symphonikern mit den unkonventionellen Programmen von Steven Sloane den Geschmack an Praxis und der damit verbundenen Freiheit in mir geweckt. Die Arbeit als Konzertdramaturgin findet an der Basis statt. Hier steht die Vermittlung von musikalischen Inhalten im Vordergrund – und damit die Relevanz von Kulturarbeit überhaupt auf dem Prüfstein.
Das ist mein Arbeitsbereich und dafür engagiere ich mich mit Begeisterung.

 

 

Fotos: Am Hubertussaal auf Schloss Nymphenburg

 

 

Mirjam Schadendorf
Mirjam Schadendorf
Mirjam Schadendorf