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Philharmonie Essen - Kinderkonzert - Die Zaubernacht


Philharmonie Essen
Kinderkonzert - Die Zaubernacht



 

 

 
  Kinderkonzert zum Eröffnungszauber der Philharmonie Essen am 27. Juni 2004  


Kurt Weills Ballettpantomime „Die Zaubernacht“
mit dem Ensemble Contrast Köln und Milan Sladek und Ensemble,
Ingrid Schmithüsen, Gesang,
Celso Antunes, Leitung


Könnt Ihr Euch vorstellen,

dass Eure Spielsachen zu sprechen anfangen? Dass die Figuren aus Euren Büchern lebendig werden? Dass die Hexe aus Hänsel und Gretel plötzlich durch Euer Zimmer rennt? Glaubt Ihr etwa, dass Eure Autos und Puppen und Bilderbücher nachts einfach still liegen, während Ihr schlaft? Heute ist die Zaubernacht, da passiert alles, was Ihr Euch vorstellt!

Glaubt Ihr an die Zauberfee? Habt Ihr schon mal eine gesehen? Lange bevor Joanne Rowling sich Harry Potter und die Schule in Hogwarts ausgedacht hat, hat ein Komponist die Geschichte mit der Zauberfee erfunden. Sie spricht aber nicht, die Fee, sondern sie singt. Und sie ist wunderschön. Und mit ihrem Zaubergesang weckt sie das Spielzeug und die Geschichten in den Bilderbüchern auf. Was dann passiert, müßt Ihr Euch am besten selbst auf der Bühne anschauen.
Es gibt Tänzer auf der Bühne, die die Geschichte darstellen. Dann gibt es natürlich die Zauberfee, und es gibt Musiker. Was für Instrumente braucht man wohl, um einen Zauber zu bewirken? Ihr könnt mal überlegen.

Die Harfe ist ein ganz tolles Zauberinstrument. Warum? Weil sie einen ganz besonderen Klang hat, sie klirrt ein wenig, und die Töne verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind. Man denkt, man hat etwas gehört – und schon ist es wieder weg. Mit der Flöte kann man auch gut zaubern. Sie benutzt nämlich die Luft, um zu klingen – man bläst hinein, und schon hört man etwas. Sie hat auch einen weichen und ein wenig nachdenklichen Klang. Man kann sich dann gut überlegen, was wohl alles passiert. Dann gibt es noch das Glockenspiel, so ähnlich wie ein Xylophon. Den Klang kennt Ihr wahrscheinlich schon. Es macht lustige, kurze Geräusche, so wie eine Weihnachtsglocke. Alle diese Instrumente hat der Komponist für die Zaubernacht verwendet. Aber auch noch mehr. Insgesamt sind es zehn. Ob Ihr sie wohl alle hören werdet? Dann gibt es da noch den Dirigenten, der alles leitet. Er spielt nicht mit, aber er passt auf, dass die anderen richtig spielen. Und dann gibt es natürlich noch die Sängerin, die sich in die Zauberfee verwandelt. Aber die kennt ihr ja schon.

Jetzt wollt Ihr bestimmt wissen, wie die Geschichte ausgeht. Ob am nächsten Morgen die Fee noch da ist? Ob sich die Autos und Puppen und Hexen vielleicht nachts in die Haare kriegen? Es ist ja keiner da, der sie auseinander bringen könnte. Sie sind ganz allein in der Nacht. Aber das Ende der Geschichte wird nicht verraten, das müßt Ihr Euch schon selber anschauen.

Aber eines kann noch verraten werden: Der Komponist war 22 Jahre alt, als er die Zaubernacht geschrieben hat. Und es gibt noch etwas besonderes. Dieses Stück haben noch gar nicht viele Leute gesehen, weil die Noten über 80 Jahre auf irgendeinem Speicher herumgelegen haben, und sich furchtbar gelangweilt haben. Diese Noten haben auf ihre Zaubernacht gewartet, und jetzt ist sie da!

© Mirjam Schadendorf 2004